Text zum Film
Ich habe einen Brief von meiner Tochter bekommen.
Sie erzählt, dass sie in einem fernen Dorf ist,
in dem die Häuser aus Lehm gemacht sind,
dass sie in der Abenddämmerung die rötlichen Hügel sieht,
sie sagt, sie fühlt sich zu Hause.
Sie glaubt, dass die Bewohner Dichter und Musiker sind,
die mit dem Klang des Horns die Vögel rufen.
Sie ist durch die staubigen Gassen des ganzen Dorfes gelaufen,
sie hat die Schatten der Vorübergehenden gesehen
und in einer Grotte die Skulptur einer Frau ohne Kopf gefunden;
sie fragt sich, in welchem Kampf sie ihn verlor.
Sie sagt, alles dort habe seinen Rhythmus,
die Zeit wird durch die Sonne und die Sterne bestimmt.
Sie glaubt, dass die Sonne die Schatten austrocknet und das Wasser seine Furchen zieht.
Und wieder beginnt alles zu blühen.
Sie wünscht mir, dass mir die Vögel singen, wo immer ich bin.
Übersetzung aus dem Spanischen von Maria Schmutte